Der Rotary-Club-Mainz-Churmeyntz fördert ein
Gewaltpräventionsprojekt der Kanonikus-Kir-Realschule
Gewaltprävention
in einer Schule bedeutet auch, Kinder und Jugendliche in ihrem Sozialverhalten
zu stärken oder bei häufigem Störverhalten in ein Regelwerk einzubinden, das zu
Verhaltensänderung führen soll. Junge Menschen sollen lernen, bei der
Entwicklung der eigenen Persönlichkeit auch die Rechte der anderen zu kennen
und zu respektieren. Für die Schule bedeutet das, dass z. B. permanente
Störungen des Unterrichts die Rechte der Mitschüler und der Lehrer stark
beeinträchtigt.
Aus
diesem Gedanken heraus entstand an der Kanonikus-Kir-Realschule das „Trainingsraumprogramm“,
welches sich schon in vielen Schulen gut bewährt hat.
Die Grundidee des Trainingsraum
Programms besteht darin, dass Schülerinnen und Schüler, die den Unterricht
häufiger stören, verstärkt verantwortliches Denken und Handeln lernen. Im
Trainingsraum werden die Kinder und Jugendlichen angeleitet, über das eigene
Verhalten zu reflektieren.
Wer bei
einer deutlichen Störung des Unterrichtsflusses nach einer ausdrücklichen Ermahnung
nicht einlenkt, muss in den Trainingsraum gehen. In der Klasse kann dann
weitergearbeitet werden. Der Schüler muss sich im Trainingsraum überlegen, wie
er es demnächst im Rahmen der Klassenregeln schaffen kann, das Problem zu
vermeiden oder zu lösen. Ein Lehrer unterstützt die Schüler im Trainingsraum,
bei deren Problemlösung. Es wird ein Rückkehrplan erstellt und eine
Vereinbarung getroffen. Zum Konzept des
Trainingsraums an der KKR gehört auch die Einbeziehung einer
Konfliktmoderatorin, die auf Vorschlag der Klassenleitung mit einzelnen
Schülern arbeitet.
Wenn
ein Kind oder ein Jugendlicher lernt, verantwortlich für sich und andere zu
handeln, können Probleme und Spannungen, die in der Schule oder zu Hause erlebt
werden, gewaltfrei gelöst werden.
Der
Rotary-Club-Mainz-Churmeyntz wählte dieses Projekt, das auch von der Polizei
Mainz vorgeschlagen wurde, als
diesjährigen Preisträger aus.
Der
Scheck wurde überreicht durch den Präsidenten des Rotary-Clubs-Churmeyntz,
Herrn Dr. Ullrich Fechner und Prof. Dr. Paul Georg Knapstein.
Bei der Scheckübergabe war auch der stellvertretende
Polizeipräsident, Herr Schömann, anwesend.